EU-Investigation in Düsseldorf-Weeze* schadet Tourismus, Verkehr und Standort (Autor: Ryanair)

10-05-2012

 

Prüfverfahren gleicht Rachefeldzug gegen Low-Cost Carrier

Dublin / Düsseldorf-Weeze*, 9. Mai 2012: Ryanair, Europas beliebteste Fluggesellschaft, warnte heute vor den Auswirkungen des Feldzugs der Europäischen Kommission gegen Low-Cost Flughäfen, denen die Kommission fälschlicherweise rechtswidrige Beihilfen vorwirft. Derzeit sieht sich der Flughafen Düsseldorf-Weeze* einer Investigation der EU-Kommission ausgesetzt, die die Vergabe von Geldern prüft. Die Untersuchungen hätten, wenn die MEIP Regeln (Market Economy Investor Principles) nicht angewandt werden, negative Auswirkungen – sowohl auf den Tourismus als auch auf das Verkehrswesen, die Arbeitssituation und nicht zuletzt auf die Niederrhein-Region selbst. Während die EU-Kommission mit dieser unnötigen Untersuchung von Wachstumsverträgen, die tatsächlich den Wettbewerbsvorschriften der EU entsprechen, Millionen von Euro verschwendet, ignoriert sie gleichzeitig die Rückzahlungsverpflichtung von Milliarden von Euro illegaler staatlicher Beihilfen für Flag Carrier wie Air France, Malev, Olympic und Spanair.

Die EU-Kommission hat nun 18 verschiedene Prüfverfahren von Low-Cost-Abkommen eingeleitet, die vor allem auf Ryanairs Wachstum an sekundären und regionalen Flughäfen abzielen – so zum Beispiel in Düsseldorf-Weeze* oder Brüssel Charleroi. Dem Vorwurf der Kommission aus dem Jahr 2004, Ryanairs Low-Cost-Abkommen, die tatsächlich den Regeln der MEIP entsprachen, würden illegale staatliche Beihilfen darstellen, widersprach der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil von 2008.

Bemerkenswerterweise hat die EU-Kommission das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, das eindeutig belegte, dass es sich in Charleroi nicht um illegale Beihilfe handelte, nicht angefochten. Seit 2004 hat sich die Zahl der von der EU-Kommission untersuchten Wachstumsverträge basierend auf dem Charleroi Fall jedoch auf 18 erhöht. Ein solcher Wachstumsvertrag entspricht dem von Düsseldorf-Weeze*.

Seit Aufnahme des Flugverkehrs im Jahr 2003 ist Ryanair in Düsseldorf-Weeze* zügig und konsequent gewachsen. In 2012 operiert Ryanair 53 Strecken und transportiert 2,3 Millionen Passagiere. Dadurch schafft Ryanair mehr als 2.300 Arbeitsplätze am Flughafen und in der Niederrhein-Region.

Unabhängige Wirtschaftsexperten von Oxera haben Ryanairs Wachstumsverträge untersucht und bestätigt, dass diese vollauf den MEIP-Wettbewerbs-Regeln der EU entsprechen. Nichtsdestotrotz verschwendet die EU-Kommission weiter Zeit und Geld in einem Feldzug gegen Ryanair und deren Low-Cost-Flughäfen, während sie ihre vorherigen Urteile bezüglich illegaler Beihilfe ignoriert. Involviert in diese Vorfälle sind Fluggesellschaften wie Air France, Alitalia, Olympic Airways, Malev, and Spanair – keine dieser Airlines hat bisher auch nur einen Cent dieser illegalen Beihilfe zurückgezahlt, obwohl das Urteil dies von ihnen fordert.

Ryanair warnt vor einer Weiterführung des Feldzug der EU-Kommission gegen den Flughafen Düsseldorf-Weeze*. Dies hätte unweigerlich zur Folge, dass der Flughafen Kosten sowohl für Fluggesellschaften als auch für Passagiere erhöhen müsste – Ergebnis wären höhere Flugpreise. Die wiederum schadeten dem Standort Düsseldorf-Weeze* und dem Flugverkehr, und wären gefolgt von verheerenden Streckenstreichungen sowie einer Reduktion von Verkehr und Arbeitsplätzen in der Niederrhein-Region.

Michael O’Leary, CEO von Ryanair, dazu heute in Düsseldorf-Weeze*:

“Die Tatsache, dass die EU Kommission – seitdem sie den Charleroi Fall in 2008 verloren hat – die Anzahl der Untersuchungen von Wachstumsverträgen an Ryanair Flughäfen auf 18 erhöht hat, ist ein klarer Beweis für die derzeit geführte Rache der Generaldirektion Wettbewerb und der EU-Kommission gegen Ryanair, bezugnehmend auf Billigflughäfen sowie deren kontinuierliches Wachstum und ihren Erfolg.

Statt das Wachstum im Wettbewerb voranzutreiben sowie mehr Auswahlmöglichkeiten und ein besseres Angebot für Kunden an sekundären Airports und regionalen Flughäfen zu schaffen, würde die Kommission es bevorzugen, diese Flughäfen zu schlieβen und die Flugpreise für Passagiere zu erhöhen – ohne Rücksicht auf den hierdurch resultierenden Schaden für den Wettbewerb, die inner-EU Effizienz oder das Schaffen von Arbeitsplätzen in diesen Regionen Europas.

Der EU Gerichtshof lehnte den vorherigen Entscheid der EU-Kommission bezüglich des Charleroi Falles in 2008 ab. Trotzdem es die Kommission versäumt hat, diesen negativen Bescheid anzufechten, hat sie nun 18 voneinander separate Untersuchungen von Wachstumsverträgen an Ryanair Flughäfen eingeleitet. Und das trotz der Tatsache, dass die unabhängigen Experten Oxera bereits bestätigt haben, dass all diese Verträge sehr wohl den EU MEIP-Richtlinien zu staatlichen Beihilfen entsprechen.

Diese von der Generaldirektion Wettbewerb geführten Rache gegen Ryanair und regionale Flughäfen muss ein Ende haben, bevor Düsseldorf-Weeze* sowie der gesamten Niederrhein-Region weiterer Schaden zugefügt wird.“

Ryanair, Europas führende Niedrigpreisfluggesellschaft, bedient derzeit über 1.500 Strecken in 28 Ländern und fliegt dabei mit mehr als 1.500 Flügen pro Tag 168 verschiedene Flughäfen an. Der Preiswertanbieter verfügt aktuell über 51 europäische Basen und unterhält eine Flotte von 290 Boeing 737-800NG, hinzu kommen
13 Festbestellungen für weitere Maschinen, die in 2012 ausgeliefert werden sollen. Ryanair beschäftigt zur Zeit über 8.500 Angestellte und wird im aktuellen Geschäftsjahr 80 Millionen Passagiere transportieren.
In Deutschland bietet Ryanair derzeit Routen ab den Flughäfen Frankfurt-Hahn (Basis mit derzeit acht stationierten Flugzeugen), Bremen (Basis mit drei stationierten Flugzeugen) und Düsseldorf (Weeze), ca. 70 km von Düsseldorf an der A 57 gelegen (Basis mit sieben stationierten Maschinen), Karlsruhe/Baden-Baden (Basis mit zwei stationierten Flugzeugen ab 2012) sowie ab Lübeck, Berlin-Schönefeld, dem Allgäu Airport Memmingen (München West), Magdeburg-Cochstedt und Leipzig/Halle an. Ab Mitte Mai wird Köln/Bonn als 10. Deutscher Ryanair Flughafen hinzukommen.
5.602 Zeichen
* ca. 70 km von Düsseldorf entfernt an der A 57 gelegen
 
Bei Rückfragen:
Henrike Schmidt, +353/1/5081799 o. mobil +353/87/4173450 bzw. +49/174 193 1214
Ryanair Sales & Marketing Manager Deutschland
Stephen McNamara, +353/1/8121212
Ryanair Head of Communications
Anja Schmidt, Tel. +49 / (0)69 / 963 668 24
C&C Contact & Creation GmbH