Airport Weeze widerspricht BUND-Papier

19-08-2020

Der heute, Mittwoch, den 19. August veröffentlichten Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und dem BUND zu den deutschen Regionalflughäfen, in der sieben von 14 Regionalflughäfen – darunter dem Airport Weeze -  eine rote Karte gezeigt werden soll, widerspricht der niederrheinische Airport energisch.

Ludger van Bebber, Geschäftsführer des Flughafens sagte:

„Die Tendenz der Aussagen dieser Studie zum deutschen Flughafensystem hat uns bei den Verfassern nicht überrascht. Nicht hinnehmbar aber sind die lückenhaften Analysen und falschen Schlussfolgerungen der Studie.“

Hier sollen nur einige der falschen Aussagen richtiggestellt werden:

Thema Wirtschaftlichkeit

Die Aussagen der Studie zu den wirtschaftlichen Jahresergebnissen stehen in krassem Widerspruch zu den Erkenntnissen des Bund der Steuerzahler, der Instanz zum Thema Steuern:

Zitat aus der Studie des DSI (Deutsches Steuerzahlerinstitut des Bundes der Steuerzahler e. V.) über die 21 Regionalflughäfen in Deutschland. März 2020.

„Unter Berücksichtigung der Subventionen der öffentlichen Hand schrieben nur zwei der 21 Regionalflughäfen schwarze Zahlen. Dabei handelt es sich um den „Allgäu Airport“ im bayerischen Memmingen und den Flughafen Niederrhein-Weeze.“.

Dabei erscheint der politische Handlungsbedarf je nach Standort unterschiedlich groß. Aus Steuerzahlersicht sehr gering ist er an Standorten, die bereits ganz überwiegend in privater Hand liegen (Memmingen, Hahn, Weeze).“

Thema Klimawirkung

Die Studie rechnet die Klimawirkung des Luftverkehrs den Regional - Flughäfen zu. Das widerspricht dem Verursacherprinzip eklatant. Ein Flughafen ist grundsätzlich nur für die Umweltwirkungen des Flughafenbetriebs verantwortlich.

Nicht berücksichtigt wird auch, dass die Flüge statt auf den regionalen Flughäfen dann auf anderen Flughäfen stattfinden würden. Der Effekt für die Umwelt wäre gleich null. Hinzu kommen die individuellen Anreisen der Fluggäste zu einem weiter entfernten Flughafen.

Die Studie unterschlägt auch, dass der Airport Weeze seit 2018 ein CO2 - neutraler Flughafen ist.

Der Airport Weeze hat das Ziel der CO2-Neutralität bereits im Jahr 2018 erreicht. Die Basis dafür liefert eine hohe Energieeffizienz in Verbindung mit zwei großen Solarkraftwerken, die der Airport im Jahr 2011 und Ende 2016 umgesetzt hat. Beide Solarkraftwerke zusammen haben eine Leistung von 18 Megawatt. Die insgesamt 75.000 Solarpanele haben z.B. in 2018 exakt 19.654.013 kwh regenerative Energie produziert, der gesamte Stromverbrauch des Airports betrug beispielsweise im Jahr 2018, 5.845.921 kwh. Auch unter Einbezug der fossilen Brennstoffe für Heizung und Fahrzeuge erzeugt der Airport deutlich mehr regenerative Energie, als er insgesamt an Energie verbraucht. Trotz der bereits erreichten CO2-Neutralität werden laufend auch Energieeinsparmaßnahmen umgesetzt, beispielsweise die Umstellung der Terminal- und Vorfeldbeleuchtung auf LED-Technik, der Verzicht auf die Vollklimatisierung des Terminals.

Das Fazit von Ludger van Bebber:

„Das Papier des BUND ist der offensichtliche Versuch, die in der Corona-Krise wirtschaftlich bereits hoch betroffenen Flughäfen und deren Mitarbeiter zu schädigen. Wir werden weiter alles daransetzen, die Krise zu bewältigen, die positiven Effekte für unsere Region zu erhalten und die Arbeitsplätze der Menschen an unserem Flughafen dauerhaft zu sichern.“